Auf dieser Seite möchte ich Euch die häufigsten Fragen zu meinen Königinnen beantworten und damit einen transparenten Einblick in meine Zuchtarbeit geben.
1. Worin unterscheiden sich Wirtschaftsköniginnen, belegstellenbegattete Königinnen und künstlich besamte Königinnen?
Die Unterschiede liegen in Begattungsmethode, genetischer Kontrolle und Einsatzzweck, und sie sind entscheidend für die Qualität, Leistung und Zuchtmöglichkeiten der Königinnen.
Wirtschaftsköniginnen (standbegattet):
Meine Wirtschaftsköniginnen werden in einer nahegelegenen Begattungszone von etwa 60 Buckfastvölkern begattet, bei der 20–30 unterschiedliche Drohnen zum Einsatz kommen. Mütterlicherseits stammen sie von verschiedenen durchgezüchteten
Buckfast-Zuchtmüttern, die in allen Leistungsmerkmalen überdurchschnittlich sind und genetisch stabil. Diese F1-Königinnen vereinen die typischen Buckfast-Eigenschaften – insbesondere Schwarmträgheit und Sanftmut – und zeigen durch die breite
genetische Anpaarung oft eine erhöhte Vitalität und hohe Honigerträge.
Tipp: Für die weitere Nachzucht eignen sich diese Königinnen eher weniger, da die Merkmale in der nächsten Generation stark variieren können und
keine genetische Konstanz gewährleistet ist.
Belegstellenbegattete Königinnen:
Diese Königinnen werden auf verschiedenen Buckfast-Belegstellen von Drohnen bekannter
Herkunft begattet. Das bedeutet: Sowohl die mütterliche als auch die väterliche Seite ist klar nachvollziehbar. Die Nachkommenschaft
zeigt eine hohe Konstanz, da die Drohnen von ebenfalls selektierten
Zuchtmüttern stammen. Nach der Begattung wird das Brutbild sorgfältig kontrolliert, und erst nach mindestens drei Wochen Legetätigkeit
erfolgt der Versand. Diese Königinnen eignen sich sowohl als Wirtschaftsköniginnen als auch für gezielte Nachzucht.
Künstlich besamte, selektierte Königinnen:
Bei diesen Königinnen erfolgt die kontrollierte Besamung mit ausgewähltem Zuchtmaterial, gefolgt von der Einweisung in Ableger zur
Beobachtung des Brutbildes. Das Brutbild ist die Visitenkarte einer Königin: Bereits kleinste
Unregelmäßigkeiten oder aggressives Verhalten führen zum Ausschluss aus der Zucht. Weitere Merkmale, wie langfristige Leistung oder Honigertrag, können zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig
beurteilt werden. Aufgrund ihrer herausragenden genetischen Qualität und der sorgfältigen Vorselektion sind diese
Königinnen in aller Regel für die Zucht vorgesehen.
Mit diesen drei Varianten biete ich für jede Anforderung das richtige Tier: ob als zuverlässige Wirtschaftskönigin, als konstante Linie für Nachzucht oder als Selektionskönigin für gezielte Zuchtprogramme. Jede Königin ist das Ergebnis von Jahrzehnten Erfahrung, sorgfältiger Auswahl und moderner Zuchtpraxis, die Leistung, Vitalität und Sanftmut vereint.
2. Grundsätzliches zum Um- bzw. Einweiseln
Das Einweisen einer neuen Königin ist eine der sensibelsten, aber auch spannendsten Phasen in der Imkerei. Im Sommer oder Herbst gelingt dies unter den richtigen Bedingungen relativ sicher und problemlos. Entscheidend sind folgende Punkte:
Abwesenheit von Drohnen
Nur Jungbienen – keine Altbienen im neuen Volk, um die Akzeptanz zu erhöhen
Aufbau in kleinen Einheiten – z. B. Mini-Plus-Kästen oder Ablegerkästen
Keine vorhandene Brut, auch keine geschlossene Brut
Keine laufende Varroabehandlung, um Stress für die Bienen zu vermeiden
All diese Kriterien lassen sich besonders einfach und sicher mit einem Kunstschwarm erfüllen. Ein Kunstschwarm ist voller unbändiger Lebenskraft, die sich ideal auf die neue Königin überträgt. Dazu kann eine entsprechende Menge junger Honigraumbienen – beispielsweise bei der Honigernte mit einer Bienenflucht – gemeinsam mit der Königin vereinigt und gefüttert werden. So wird die Integration reibungslos und harmonisch.
Eine weitere Möglichkeit sind Bannwaben oder Königinnenkäfige, um die alte Königin zunächst in eine Brutpause zu versetzen. Danach können die neuen, jungen Königinnen problemlos eingesetzt und akzeptiert werden.
Mit dieser Methode verbindet sich sicheres Handwerk mit natürlicher Dynamik – für vitale Völker, gesunde Königinnen und eine erfolgreiche Zucht, die auf Erfahrung, Wissen und der besonderen Lebenskraft der Buckfastbiene basiert.
3. Warum liefere ich neue, junge Königinnen nicht vor Mitte Juni aus?
Die Natur setzt klare Regeln – und in der Imkerei gilt: Von der ersten Drohneneiablage der Königin bis zum geschlechtsreifen Drohn vergehen rund 40 Tage. Dieses biologische Gesetz lässt sich nicht beschleunigen.
In meiner Imkerei werden erst ab Anfang April ausreichend Drohneneier gelegt, sodass eine effektive Begattung der Königinnen möglich ist. Je nach Witterungsverlauf können die Begattungseinheiten daher erst ab Mitte Mai auf die Belegstelle oder Anpaarungszone gebracht werden.
Selbst dann müssen wir noch weitere 14 Tage warten, bis die Königin regelmäßig Eier legt, und etwas Reservezeit einplanen – erst dann ist sichergestellt, dass jede Königin vital, leistungsbereit und zuverlässig arbeitet.
So ergibt sich, dass die Auslieferung der neuen, jungen Königinnen frühestens im Juni erfolgt. Auch wenn es etwas später ist, hat dies einen entscheidenden Vorteil: Jede Königin, die mein Haus verlässt, ist optimal entwickelt, gesund und bereit, ein starkes, produktives Volk zu führen. Qualität vor Schnelligkeit – so setze ich auf langfristigen Erfolg in Eurer Imkerei.
4. Versandtermin / Liefertermin
Der Versandtermin für meine Königinnen wird individuell mit jedem Kunden per E-Mail abgestimmt. Aufgrund der Abhängigkeit von Witterung, Begattungserfolg und Brutentwicklung können keine festen Termine garantiert werden.
Versand nur innerhalb Deutschlands
Versandtage: Montag bis Mittwoch
Versandart: Express-Kurierversand im Nicot-Ausfresskäfig unter Futterteigverschluss
Kosten: 17,00 € inklusive Verpackung und Handling
Bitte beachtet: zu kalte Nächte oder zu heiße Tage verhindern den sicheren Versand, da die Königinnen empfindlich auf extreme Temperaturen reagieren.
Alternativ ist auch eine Abholung nach schriftlicher Terminvereinbarung möglich.
So stelle ich sicher, dass jede Königin gesund, vital und optimal entwickelt bei Euch ankommt – Qualität und das Wohl der Bienen haben bei mir immer Vorrang.
Ich bin unter anderem Teil der Gemeinschaft:
