Aktuelles / Presse


Aus dem Jahr 2019


Viel Lob für die Imker aus Schwarzenfeld

Der Imkerverein feierte sein 140. Jubiläum und das 25-jährige Bestehen des Museums beim Lehrbienenheim.

Von Max Schmid

Zum 140-jährigen Bestehen ehrte der Imkerverein Schwarzenfeld langjährige Mitglieder, die über 80 Jahre alt sind. Die Ehrungen nahm Vorsitzender Hermann Bronold (links) vor. Foto: smx

Zum Auftakt des Doppeljubiläums gab es am Samstag einen Festabend auf dem Gelände des Lehrbienenheims. Festredner war stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl aus Pfreimd, er bezeichnete das 140-jährige Bestehen des Vereins als bemerkenswertes Ereignis. Damit sei der Imkerverein wahrscheinlich der älteste Verein dieser Art im Landkreis Schwandorf. Kimmerl würdigte das langjährige Engagement des Jubelvereins zum Wohle der Bienen, aber auch zum Wohle der Landwirtschaft, des Garten- und Obstbaus und der Umwelt.

 

Nicht vergessen dürfe man, dass Imker mit dem Honig ein gesundes und geschätztes Lebensmittel produzieren. In der Geschichte des Imkervereins spiegle sich die rasante Entwicklung der Praxis der Haltungs- und Betriebsformen sowie der Geräteausstattung der Bienenzüchter wider. Früher war Korbimkerei üblich, dann folgte der Einzug des beweglichen Wabenbauses in Kästen, die Schleuder zur Honiggewinnung bis hin zur heutigen Reinzucht. Diese Entwicklung sei in vielen, einmaligen Exponaten im Imkereimuseum anschaulich sichtbar.

 

Es kommt auf die Theorie an

 

Festredner Arnold Kimmerl zitierte den ersten Bienenwissenschaftler, den weltweit bekannten Professor Enoch Zander, Begründer der Landesanstalt für Bienenzucht in Erlangen, der gesagt habe, dass die Imker vor allem die Theorie lernen sollen, um nicht ein Leben lang ein „praktischer Stümper“ zu sein.

 

Am Lehrbienstand in Schwarzenfeld werden Fachwissen aus Praxis und Theorie im Umgang mit Bienen vermittelt, damit die Imker wesensgemäß mit den anvertrauten Bienen umgehen. Kimmerl bezeichnete das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ als radikalen Weckruf zum Schutz der Artenvielfalt. Imkervereine seien dabei eine fachlich glaubwürdige Stütze in der Argumentation gewesen. Der großartige Erfolg des Volksbegehrens habe zu einem Ergänzungsgesetz geführt. Die Diskussion in der Bevölkerung habe den Artenschutz sowie die Gefahren für Insekten als systemrelevante Schlüsselgruppe im Ökosystem deutlich herausgestellt. Kimmerl erinnerte an die Rettung der systemrelevanten Banken vor zehn Jahren und traf die Feststellung, dass auch die Bienen systemrelevant und existenziell wichtig für das menschliche Leben seien. Die Menschheit verdanke ihre Existenz der Natur, dazu zähle auch die Biene mit ihrer zentralen Rolle der Bestäubung von rund 80 Prozent der Nahrungs- und Futterpflanzen. Allein durch diese Bestäubungstätigkeit und die daraus resultierende Ernte von Früchten, Saatgut und Rohstoffen werde auf einen wirtschaftlichen Wert von rund fünf Milliarden Euro in Europa geschätzt.

 

Aus der Forschung wisse man, dass die Honigbiene seit rund 100 Millionen Jahren wichtiger Bestandteil im Netzwerk Ökosystem der Natur sei. Menschen schätzen und nutzen die Bienen und daraus habe sich eine Partnerschaft entwickelt.

 

Verein wurde 1962 selbstständig

 

Der stellvertretende Vereinsvorsitzende Karl-Heinz Dausch und seine Ehefrau Angela ließen die Vereinschronik Revue passieren. 1879 erfolgte die Gründung, die Imker waren Teil des Obstbauvereins. Erst 1926 wurde der Verein selbstständig, Vorsitzender war damals der Arzt Dr. Götz. Nach dem Krieg stieß man anfangs auf mangelndes Interesse der Mitglieder, heute sei das Gegenteil der Fall. 1960 erfolgte der Anschluss an die Bayerische Imkervereinigung und 1972 an den Kreisverband, den Hermann Bronold 20 Jahre lang geleitet habe. Weitere Stationen waren 1984 die Einweihung des Lehrbienenheims und die Gründung des Fördervereins. Die Varroa-Milbe sei 1987 im Verein erstmals festgestellt worden. In den Jahren 1992/93 ist das Gerätehaus, das heute das Imkereimuseum beheimatet, gebaut worden. Heute gehören dem Imkerverein 146 Mitglieder an. Grußworte sprachen Bürgermeister Manfred Rodde, Kreisvorsitzender Ingo Schwieder und Landesvorsitzender Edmund Hochmuth.


1,75 Millionen bayerische Bürger schreiben Naturschutzgeschichte

Bayerische Staatsregierung nimmt Gesetzentwurf des Volksbegehrens Artenvielfalt an – Trägerkreis sieht Arbeit am Runden Tisch noch nicht als beendet

 München, 03.04.2019 - Große Freude im Trägerkreis des Volksbegehrens Artenvielfalt

"Rettet die Bienen!": Überraschend erklärte die Bayerische Staatsregierung, heute den Gesetzentwurf des Volksbegehrens anzunehmen. "Das ist ein grandioser Erfolg für den Artenschutz und ein Sieg der Vernunft", freut sich Agnes Becker, Beauftragte des Volksbegehrens Artenvielfalt und Stellvertretende Vorsitzende der ÖDP Bayern. "Unsere Haltung, dass allen Problemen auch Lösungen zugeführt werden können, war genau die richtige." Mit der Annahme des Gesetzentwurfes bringt Bayern eines der weitreichendsten Artenschutzgesetze Europas auf den Weg. Für die Sprecher des Volksbegehrens ist das eine sehr gute Nachricht und Grund zu großer Freude. Der Trägerkreis sieht damit jedoch die Arbeit längst nicht als getan an und verweist auf seine Zusatzforderungen. Die Sprecher sehen es als selbstverständlich an, weiterhin konstruktiv am Runden Tisch mitzuarbeiten. "Heute ist ein guter Tag für Bayerns Natur und die Menschen im Freistaat. Nun kann die Versöhnung von Landwirtschaft und Natur einen großen Schritt nach vorne machen", sagt Dr. Norbert Schäffer, LBV-Vorsitzender. "Die überwältigende Unterstützung der Bevölkerung ist für uns Ansporn, am Runden Tisch gemeinsam mit allen anderen Akteuren noch mehr für Natur- und Artenschutz zu erreichen."

"Die Annahme unseres Gesetzentwurfes ist ein Meilenstein für den Naturschutz und eine Sternstunde der Volksgesetzgebung in Bayern", sagt Ludwig Hartmann, Fraktionsvorsitzender der Landtags-Grünen und ergänzt: "Ich bedanke mich bei 1,75 Millionen Bürgerinnen und Bürgern, die unseren Vorstoß für den Schutz unserer bedrohten Tier- und Pflanzenarten zu ihrem Anliegen gemacht haben." Laut Hartmann ist dieser Erfolg aber auch ein Anreiz, weitere wichtige Projekte für den Schutz unserer Umwelt und des Klimas gemeinsam mit den Menschen in Bayern voranzutreiben. "Mit dem Volksbegehren ist es gelungen, den jahrelangen Stillstand in der bayerischen Naturschutzpolitik zu beenden und die Staatsregierung endlich zum Handeln zu bewegen", freut sich auch Claus Obermeier, Vorstand der Gregor Louisoder Umweltstiftung. "Jeder, der in der Allianz gekämpft hat, hat Naturschutzgeschichte geschrieben."


Imker mit neuem Vorstand

Der BIV-Kreisverband Schwandorf ist um einen Ortsverband geschrumpft. Viel zu tun hatte 2018 der Obmann für Hornissenschutz.
Von Johann Ippisch

 

Die neu gewählte Vorstandschaft des BIV Kreisverbandes Schwandorf mit 1. Vorsitzenden Ingo Schwieder (links) sowie der neuen 2. Vorsitzenden Verena Vanino (3. von rechts) und dem BIV-Verbandsvorsitzenden Edmund Hochmuth (rechts). Foto: Johann Ippisch

Muckenbach. Bei der Generalversammlung der Bayerischen Imkervereinigung e. V. (BIV), Kreisverband Schwandorf, im Landgasthof Schmidbauer in Muckenbach standen Neuwahlen an. Der bisherige Vorsitzende Ingo Schwieder wurde in seinem Amt einstimmig bestätigt. Ihm zur Seite steht künftig Verena Vanino vom Imkerverein Schwarzhofen. Von den 15 dem Kreisverband angehörigen Ortsvereine waren elf anwesend.

 

Nachdem im vergangenen Jahr der Imkerverein Burglengenfeld/Maxhütte-Haidhof seine Mitgliedschaft im Kreisverband kündigte, musste 1. Vorsitzender Ingo Schwieder eine andere Vereinsstatistik präsentieren wie in den zurückliegenden Jahren. Entsprechend reduzierten sich die Zahlen des Kreisverbandes, obwohl die Tendenz nach oben zeigt, so Schwieder. Der Kreisverbandsvorsitzende wies im Weiteren auf die Bestellung der Varroabekämpfungs- und Futtermittel hin. Ebenso gab er Hinweise zu den Fördermaßnahmen der Imkerei, den Änderungen der Versicherungsbestimmungen sowie über die aktuellen Faulbrutgebiete im Landkreis Schwandorf.

Ziel: Ausbildung mit Zertifikat

Bereits zu Beginn der Generalversammlung hatte der Vorsitzende der Bayerischen Imkervereinigung Fürth e. V., Edmund Hochmuth, in seinem Grußwort ausführlich über die Aktivitäten auf Landesverbandsebene berichtet. Er appellierte an die Imker, bei der jährlichen Erhebung eine korrekte Bienenvölkeranzahl anzugeben. Entsprechende Kontrollen werden vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten durchgeführt. Derzeit wird auch an der Erstellung einer neuen Verbandshomepage gearbeitet sowie das Layout für Flyer, die zur Öffentlichkeitsarbeit dienen, erstellt. Eine Imkerausbildung, die mit einem Zertifikat als geprüfter Imker endet, wird vom Landesverband angestrebt, so Hochmuth.

Imker mit neuem Vorstand

Statistik 2018: 1221 Mitglieder, davon 876 aktive Imker mit 5096 betreuten Bienenvölkern

 

 Statistik 2019: Aktuell 917 Mitglieder, davon 704 aktive Imker mit 4329 betreuten Bienenvölkern

Austritt: Imkerverein Burglengenfeld/Maxhütte-Haidhof mit ca. 300 Mitgliedern und rund 700 betreuten Bienenvölkern

 


Im zurückliegenden Bienenjahr konnten auf Kreisverbandsebene 1641 Königinnen, davon 1249 standbegattete und 142 belegstellenbegattete, gezüchtet werden, war aus dem Bericht des Kreiszuchtwarts Johann Kagerer zu entnehmen.

 

Der Obmann für den Hornissenschutz, Hermann Bronold, berichtete von einem außergewöhnlichen Jahr 2018. Hielten sich die Beratungen und Umsetzungen von Hornissennestern in den vergangenen Jahren auf konstantem Niveau von 20 bis 30, waren es 2018 135 Beratungen und 135 Umsetzungen. Bronold führte dies auf ein neues Umweltverständnis zurück.

 

Die turnusmäßig alle drei Jahre anstehenden Neuwahlen leitete BIV-Vorsitzender Edmund Hochmuth. Folgende Vorstandschaft wurde für die nächsten drei Jahre gewählt: 1. Vorsitzender Ingo Schwieder 2. Vorsitzende Verena Vanino (neu), Schriftführer Karl-Heinz Dausch, Kassier Katrin Humbs (neu), Hornissen-Obmann Hermann Bronold, Kreiszuchtwart Johann Kagerer, Bienensachverständiger für den Kreisverband Oswald Hain. Kassenrevisoren wurden Gottfried Blank und Richard Damm.

Vortrag zur Bienengesundheit

Auf großes Interesse stieß der anschließende Vortrag von Dr. Wolfgang Ritter, Biologe und Spezialist im Fachbereich Varroose und Bienenpathologie, über die Gesunderhaltung der Biene durch naturgemäße Haltung. Als Fazit seiner wissenschaftlichen Arbeit im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Varroamilbe, appellierte Ritter an die Imker „näher am Schwarm zu arbeiten“, oder eine künstliche Brutunterbrechung beziehungsweise Brutentnahme vorzunehmen. „Dies wird die Zukunft der Varroabekämpfung sein!“

Der weidergewählte 1. Vorsitzende des BIV-Kreisverbandes Schwandorf, Ingo Schwieder (rechts) sowie der Referent Dr. Wolfgang Ritter (links). Foto: Johann Ippisch

Wolfgang Ritter studierte Biologie und Chemie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt und promovierte am Institut für Bienenkunde in Oberursel. Seit 1980 ist er Leiter der Abteilung für Bienenkunde am Tierhygienischen Institut in Freiburg im Breisgau (heute Teil der Katholischen Hochschule Freiburgs). 1987 wurde Ritter Präsident der wissenschaftlichen Kommission für Bienengesundheit in der Weltorganisation der Imkerverbände Apimondia, sowie seit 1991 Experte und Leiter des Referenzlabors für Bienenkrankheiten der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) [1]. Bis 2007 war Ritter als Lehrbeauftragter an der Universität Kassel an der Fakultät für ökologische Agrarwissenschaften im Bereich Bienen tätig. Ritter ist zudem seit 2010 Kursleiter für europäische Tierärzte der DG Sanco im Rahmen von "Better Training for safer food in EU countries".

 

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In seinem Fachgebiet der Varroose und Bienenpathologie veröffentlichte Ritter rund 250 peer-reviewete wissenschaftliche Publikationen und ist (Co-) Autor mehrerer Bücher und Schriften. Hierzu die drei aktuellsten Bücher, die ich persönlich sehr empfehlen kann.

Nach einigen Gespächen mit ihm und einem kleinem Ausblick auf sein nächstes Buch bin ich gespannt, was noch alles folgen wird.

Euer Ingo Schwieder


Deutliches Signal für mehr Artenschutz

Als "deutliches Zeichen für den Erhalt unserer Umwelt" wertet Alfred Damm (ÖDP) den Erfolg des Volksbegehrens "Rettet die Bienen". In 29 von 33 Landkreis-Kommunen wurde das Quorum von zehn Prozent erreicht.

 

Die Vertreter des Aktionsbündnisses für das Artenschutz-Volksbegehren mit Alfred Damm (vorne, Mitte) an der Spitze feierten am Mittwochabend spontan den Erfolg.

Bild: Claudia Seitz

"Wir sind mehr als zufrieden. Der Landtag wird sich bewegen müssen", sagte Damm als Sprecher des Aktionsbündnisses, dem neben Parteien auch Imker, Naturschutzverbände und der Oberpfälzer Waldverein angehören. "Unser Gesetzentwurf ist das Maß", sagte er mit Blick auf den "Runden Tisch", den Ministerpräsident Markus Söder (CSU) einberufen will. Die Initiatoren seien offen für Gespräche. Jetzt die Staatsregierung am Zug. "Wir haben die Gewissheit, dass viele Menschen hinter uns stehen." Der Entwurf des Volksbegehrens könne nicht "wegmoderiert" werden, sagte Damm. Das Aktionsbündnis verweist in einer Mittelung erneut darauf, dass das Begehren kein Angriff auf die Bauern sei, sondern vielmehr Chancen für kleinere Betriebe biete: "Anstatt sich gegen jede Veränderung in der Landwirtschaft zu mehr Naturschutz zu stemmen, sollte der Bauernverband die Chance nutzen und sich an die Spitze der Bewegung stellen." In der Pizzeria Piccolino in Schwandorf hatte das Bündnis am Mittwochabend spontan den Erfolg gefeiert.

 

Das Ergebnis zeige, dass allen bewusst sei, dass dem Artenschwund begegnet werden müsse, sagte Landtagsabgeordneter Alexander Flierl (CSU). Der Weg sei umstritten, aber er setze "große Hoffnung" auf den Runden Tisch. "Wir werden einen besseren Entwurf vorlegen, um zusammen mit allen Naturnutzern das Ziel zu erreichen", sagte Flierl. "Wir tun schon viel, und wir wollen noch mehr tun," sagte der Abgeordnete und nannte Kulturlandschaftsprogramm, Vertragsnaturschutz oder die Wildlebensraumberatung. Hier sei Bayern "Trendsetter".

 

Auch wenn das Begehren aus Sicht der Freien Wähler zu einseitig auf die Landwirtschaft gemünzt sei, meinte Landtagsabgeordneter Joachim Hanisch: "Das Volksbegehren war gut für die Umwelt". Einige Punkte müssten aufgegriffen werden, aber es seien eben auch Entschädigungen für die Landwirte nötig, etwa für unbewirtschaftete Randstreifen an Gewässern. "Ich gehe davon aus, dass unser Umweltminister einen Gesetzentwurf vorlegt", sagte der Abgeordnete, da könnten auch die Ergebnisse des "Runden Tisches" einfließen. Am Ende werde ein Volksentscheid zwischen den Vorschlägen der Regierung und des Volksbegehrens stehen, glaubt Hanisch.

 

Bayernweit wurde in allen Kreisen und kreisfreien Städte die Zehn-Prozent-Hürde übersprungen, gesamt haben sich rund 1,745 Millionen oder 18,4 Prozent der Stimmberechtigten eingetragen. Im Landkreis waren der Anteil geringer: 13,12 Prozent oder 15010 der 114412 Stimmberechtigten setzten ihre Unterschrift unter die Listen. Das teilte das Landratsamt mit. In 29 von 33 Kommunen wurde das Quorum erreicht, die höchste Zustimmung erhielt das Begehren in Bruck (17,27 Prozent), die geringste Zuspruch in Neukirchen-Balbini (6,32 Prozent).

 

von Clemens Hösamer


Aus dem Jahr 2018


Imker waren über den Ausbruch der Bienenseuche schokiert

Faulbrut: Nun die zweite Probe

 

Zuerst die gute Nachricht: Es gibt viel guten, dunklen Honig. Die schlechte Nachricht: Den Imkern macht die Faulbrut zu schaffen, ebenso die Bedrohung durch Glyphosat und Neonicotinoide.

 

Vorsitzender Albert Sittl berichtete bei der Jahreshauptversammlung der Pfreimder Bienenzüchter, dass der Mitgliederstand seit Jahren mit 43 Imkern stabil ist. Es werden 238 Bienenvölker von 32 Imkern betreut. Als Veranstaltungshöhepunkte nannte Sittl den Adventsmarkt, an dem der Verein seit vielen Jahren teilnimmt. Die Imker treffen sich zum Frühschoppen und besuchen gegenseitig die Bienenstände. Das vergangene Bienenjahr war geprägt von weniger Blütenhonig und viel gutem, dunklem Waldhonig. Der Winter 2016/2017 meinte es mit einer längeren Kälteperiode und einem ersten Reinigungsflug Anfang Februar gut mit den Bienenvölkern. Ende Juni, Anfang Juli war Schluss mit dem Honigeintrag. "Es gab in kurzer Zeit viel und guten dunklen Honig", freute sich Sittl.

 

Schockiert waren die Pfreimder Imker über den Ausbruch von Faulbrut. Dies wurde nach Futterkranzproben durch den Amtstierarzt bestätigt. Faulbrut hat nur Auswirkungen auf die Bienenbrut. Diese wird dann abgetötet, die Rähmchen verbrannt und der Kasten gereinigt. Der Honig wird nicht beeinträchtigt. Im Frühjahr wird eine zweite Futterkranzprobe genommen, wenn diese ebenfalls negativ ist, wird der Sperrbezirk wieder freigegeben. Der noch anhaltende Winter war für die Bienen ungünstig: Es war zu warm.

 

"Leider ist die Beeinträchtigung der Bienen und anderer Insekten durch Pflanzenschutzmittel wie Glyphosat und Neonicotinoide mittlerweile die größte Bedrohung", bedauerte Albert Sittl. Vor allem Monokulturen mit Mais und Energiepflanzen wurden mit diesen Mitteln verstärkt behandelt. Durch Pflanzenschutzmittel werde das Gehirn der Bienen blockiert. Sie könnten das Gelernte nicht mehr abrufen. Neues lernen werde ebenfalls eingeschränkt. "Die Bienen finden nicht mehr zu Nektarquellen und im Anschluss nicht mehr zum Stock", erläuterte Albert Sittl. Über einen längeren Zeitraum sterbe das Volk durch die vergifteten Flugbienen und den Eintrag in den Stock. Seit der Anwendung Ende der 80er Jahre sind die Insektenbestände laut Sittl um zwei Drittel zurückgegangen. "Auch auf Vögel und Säugetiere wirken diese Mittel, da diese Tiere von Insekten leben."

 

Der Kassenbericht zeigte eine stabile Finanzlage mit mehr Einnahmen als Ausgaben. Bei den Neuwahlen wurde der bisherige Vorstand wiedergewählt. Zwei Ausschussmitglieder sind auf eigenen Wunsch ausgeschieden. Ersatz zu finden war nicht schwer. Als Vorsitzender fungiert weiterhin Albert Sittl, Stellvertreter bleibt Gottfried Blank. Kassenwart Manuel Schloßer, Schriftführer Gerhard Schloßer. Als Ausschussmitglieder stellten sich Jürgen Laubert, Peter Hermann und Sven Ost zur Verfügung. Kassenprüfer bleiben Herbert Wendl und Stefan Kubik.

 

Im anschließenden Vortrag referierte Kreisvorsitzender Ingo Schwieder über Bienenwachs. Faszinierend sind Bienen für den Imker immer wieder aufs Neue. So filtern sie aus dem aufgenommenen Nektar Giftstoffe und Pflanzenschutzmittel, bevor sie ihn im Stock einlagern. Im Wachs werden verschiedene Stoffe aus Nektar und Honig eingelagert. Wer alte Waben konsequent aus dem Bienenvolk nimmt, hält das Volk gesund und den Honig unverfälscht rein. Um ein Kilogramm Wachs zu produzieren, verwerten 150 000 Bienen etwa 10 bis 13 Kilogramm Honig.

Bericht aus der Mittelbayerischen Zeitung vom 12.03.2018.


Imkerkreisverband hat Bienen-Wohl im Blick

Aufrüsten mit starken Völkern

 

Über 1600 Bienenvölker betreuen die Imker im Kreisverband Nabburg-Neunburg. Faulbrut, Klimawandel und Pflanzenschutzmittel trüben die Bilanz am Bienenstock. Ein "Bienenretter" gegen Varroa ist mit Vorsicht zu genießen.

 

Neunburg-Gütenland. Jahresrückblicke und ein Vortrag vom Bienenfachwart standen im Mittelpunkt der Jahresversammlung des Imkerkreisverbandes Nabburg-Neunburg. Den Kreisverband bilden die Imkervereine Neunburg, Fuhrn/Taxöldern, Oberviechtach, Schönsee und Wernberg-Köblitz. Die 278 Mitglieder hatten im Jahr 2016 insgesamt 1684 Bienenvölker betreut, informierte Schriftführer Hermann Erl. Gesundheitswart Wolfgang Gleißner erinnerte in seinem Bericht, dass wegen der Amerikanischen Faulbrut aktuell drei Sperrbezirke (Niedermurach, Fensterbach und Pfreimd) eingerichtet sind. Bei der Bekämpfung der Varroamilbe setzt Gleißner nach wie vor auf die bewährten Mittel wie etwa die Ameisensäure.

 

Noch keine Praxisreife

 

Zu großer Vorsicht riet er beim "Bienenretter" Lithiumchlorid. Es sei viel zu früh, um in Euphorie zu verfallen, bis zur Praxisreife sei noch ein langer Weg. Zunächst müssten mögliche Rückstände im Honig oder Nebenwirkungen auf die Bienen untersucht werden. Selbstversuche mit Lithiumchlorid stellten einen Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz dar und seien zum jetzigen Zeitpunkt fahrlässig.

 

Kreisvorsitzender Emmeram Holzgartner berichtete über die staatlich anerkannte Carnica-Linienbelegstelle, die der Imkerverein Wernberg-Köblitz "Äm Kühweiher" betreibt. Im Vorjahr waren dort 32 Drohnenvölker aufgestellt. 1241 Königinnen wurden von 47 Züchtern zur Begattung angeliefert; die Begattungsquote lag bei rund 85 Prozent. Heuer werden dort wiederum 30 Drohnenvölker aufgestellt. Öffnungszeiten sind jeden Sonntag (vom 6. Mai bis 17. Juni) jeweils von 10 bis 11 Uhr, informierte Holzgartner.

 

Fachberater Ingo Schwieder zeigte in seinem Vortrag "Aktuelles über die Bienenhaltung" unter anderem die Erkennung von Bienenkrankheiten und neueste Forschungsergebnisse zur Varroa-Situation auf. Der Klimawandel, Krankheiten und vermindertes Trachtangebot stellten die Imker heute vor große Probleme. Ziel müsse es sein, die natürlichen Abwehrmöglichkeiten der Bienenvölker zu unterstützen. Ob die Bienen eine starke Population aufbauen und Vitalität zeigen, hänge von vielen Faktoren ab. Der Imker habe die Möglichkeit, mit der Betriebsweise, der Wahl des Standortes und mit der Varroa-Bekämpfung die Entwicklung der Völker stark zu beeinflussen.

 

Für optimale Bedingungen

 

Für die Volkentwicklung seien die Standortbedingungen von zentraler Bedeutung. Dazu gehöre in erster Linie ein fortgesetzter Futterstrom. Dieser sei abhängig vom Klima und dem Angebot der Trachtpflanzen. Mittlerweile könnten optimale Bedingungen oft nur durch Wanderung erreicht werden. Die Varroapopulation müsse durch ein bewährtes Bekämpfungskonzept unter der Schadensschwelle gehalten werden.

 

Chemische Keule Fachwart Ingo Schwieder ging in seinem Vortrag auf die Wirkung von Pflanzenschutzmitteln wie den Neonicotinoiden ein, die eine "besorgniserregende Abnahme" der Insekten in den vergangenen Jahrzehnten verursacht hätten. Der Fachwart erläuterte beispielhaft, wie Pestizide auf die Bienen einwirkten und zu Desorientierung der Sammlerinnen und zu geringerer Fruchtbarkeit der Königinnen führten. (pko)

Mittelbayerische Zeitung vom 12.03.2018


Ist Glyphosat im Honig?

02.03.2018 Der Imkerkreisverband Schwandorf tagte in der Rodinger Stadthalle.

Von Jakob Moro von der Mittelbayerischen Zeitung

 

Roding. Der Imkerverein Roding ist Mitglied im Kreisverband der Imker des Landkreis Schwandorf und dort zweitstärkster Verein an Mitgliedern. Dies war Grund genug, einmal in Roding die Jahreshauptversammlung abzuhalten, sagten Vorsitzender Max Ederer von den Rodinger Imkern und der Schwandorfer Kreisvorsitzende Ingo Schwieder auf Nachfragen.

 

Schwieder konnte fast alle 16 Ortsvereine willkommen heißen und begrüßte auch den Vorsitzenden der Bayerischen Imkervereinigung Edmund Hochmuth.

 

Bestellung von Varroamittel

Ingo Schwieder informierte die Mitglieder über das abgelaufene Vereinsjahr. 16 Ortsvereine, darunter der Rodinger Imkerverein, sind im Kreisverband Schwandorf organisiert. Er ist der zweitstärkste Imkerkreisverband im Landesverband. 1221 Mitglieder, 16 mehr als im Vorjahr, davon 875 aktive Imker mit rund 5000 Völkern sind im Kreisverband registriert. Neben Burglengenfeld zählt der Imkerverein Roding zu den stärksten Ortsvereinen.

 

Der Kreisvorsitzende hieß drei neue Vereinsvorsitzende willkommen: Johann Schießl aus Wackersdorf, Stefan Weinfurtner aus Schönsee und Manfred Hausdörfer aus Teublitz. Auch im Jahr 2018 wird es eine Sammelbestellung für Varroamittel geben. Hier sei eine Aufhebung der Apothekenpflicht vorgesehen. Schwieder sprach die notwendigen Gesundheitszeugnisse und das Monitoring der amerikanischen Faulbrut an.

 

Kreiszuchtwart Hans Kagerer informierte über die Königinnenzucht. 1366 seien gezüchtet worden.

 

Hornissenschutzbeauftragter Hermann Bronold aus Schwarzenfeld berichtete von 24 Beratungen und 29 Umsetzungen von Hornissennestern und warb bei seinem Berufskollegen sich als Berater ausbilden zu lassen, um ihn künftig zu unterstützen. Elf gemeldete Imker haben im Kreisverband Schwandorf die Voraussetzungen sich im Bereich des Hornissenschutzes zu betätigen. Der Landkreis Schwandorf suche für den gesamten Kreis ehrenamtliche Hornissenberater, informierte Bronold. Die erforderliche Ausbildung soll am 17. März diesen Jahres im Lehrbienenhaus in Schwarzenfeld vermittelt werden. Nähere Auskünfte gibt es bei Hermann Bronold von der Kreisgruppe Schwandorf oder im Landratsamt Schwandorf bei Herrn Sturm unter Telefon (0 94 31) 4 71-3 42.

 

Ferner wurde auf die Ausstellung „Kein Leben ohne (Wild)-Bienen“ im Stadtmuseum Schwandorf hingewiesen. Die Ausstellung läuft vom 21. März bis 9. September 2018 zu den Öffnungszeiten des Stadtmuseums (Donnerstag von 12 Uhr bis 18 Uhr, Mittwoch, Freitag und Sonntag von 14 Uhr bis 17 Uhr und nach Vereinbarung). Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit den örtlichen Imkervereinen, dem Verein für Wildbienenschutz und dem Bund Naturschutz

 

Mit einer so großen Resonanz haben selbst die größten Optimisten der Imker und Freunde des Obst- und Gartenbaus nicht gerechnet. Cirka 300 besorgte Naturfreunde, nicht nur Imker, trafen sich nach der Jahresversammlung des Kreisverbandes Schwandorf in der Rodinger Stadthalle, um mal von einem Wissenschaftler zu hören, was es mit Pestiziden, besonders Glyphosat auf sich hat und wie diese auf unsere Insekten, Hummeln, Hornissen, Wildbienen und Honigbienen wirken.

 

Ingo Schwieder, Kreisvorsitzender des Kreisverbandes Schwandorf (li), Prof.Dr.Dr. Randolf Menzel (mitte), Max Ederer Vereinsvorstand IV Roding (re)

Prof. Dr. Dr. Randolf Menzel referierte über „Wie Bienen die Welt wahrnehmen, wie sie lernen und was das mit ihrer Intelligenz zu tun hat.“ Der Zoologe und Neurobiologe ist eine Autorität der tierischen Intelligenzforschung, über 30 Jahre lang leitete er das Neurobiologische Institut der Freien Universität Berlin.

 

Der Referent wurde für seinen hochinteressanten rund zwei stündigen Vortrag mit viel Beifall und einem Presentkorb mit Bioprodukten belohnt.


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Die kleinen Tierchen verlieren ihr Gedächtnis
Einen einseitigen Artikel schrieb dazu die Chamer Zeitung am 06.03.2018.
026_CHA_ZTG_00_060318.pdf
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Die Intelligenz der Bienen

Verlag Albrecht Knaus, München.

 

Was sie denken, planen, fühlen und was wir daraus lernen können.

 

Wir lieben die Bienen nicht nur, weil sie süßen Honig produzieren. Sie gehören zu den wichtigsten und intelligentesten Nutztieren der Erde. Ohne ihre Bestäubung stünde es schlecht um die Welternährung. Und sie können noch viel mehr: Ihr kleines Gehirn denkt, plant, zählt und träumt sogar. Den bekannten Berliner Hirnforscher Randolf Menzel erstaunen sie nach fünf Jahrzehnten intensiver Forschung noch immer. Endlich hat er, zusammen mit Wissenschaftsjournalist Matthias Eckoldt, sein gesammeltes Bienenwissen aufgeschrieben.

 

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Aus dem Jahr 2017


Bienenhaltung liegt wieder voll im Trend Die Zahl der Imker und der gehaltenen Bienenvölker hat sich erhöht, hieß es bei der Versammlung des Kreisverbandes Schwandorf.

Mit Georg Schwarz (Imkerverein Schwandorf) präsentierten BIV-Kreisverbandsvorsitzender Ingo Schwieder (li.) und BIV-Vorsitzender Edmund Hochmuth (re.) einen neuen Fachwart/Bienensachverständigen. Foto: sjj

Der Kreisverband Schwandorf in der Bayerischen Imkervereinigung Fürth e. V. (BIV) zählt mit 16 Ortsvereinen zum zweitstärksten Kreisverband im Landesverband. Bei der Jahreshauptversammlung im Landhotel Neunburg berichtete der Kreisverbandsvorsitzende Ingo Schwieder von steigenden Mitgliederzahlen sowie von steigenden Zahlen bei den betreuten Bienenvölkern. Über diverse Neuerungen, insbesondere bei den Fördermitteln, referierte der Vorsitzende der Bayerischen Imkervereinigung Führt e. V. Edmund Hochmuth. Mit vier neuen jungen Fachwarten und Bienensachverständigen konnte die Zahl auf Zwölf im Kreisverband erhöht werden.

 

1205 Mitglieder zählte der BIV Kreisverband Schwandorf zum 31. Dezember 2016, davon sind 852 aktive Imkerinnen und Imker. Die Zahl der aktiven Imker hat sich gegenüber dem Vorjahr von 735 um 117 auf 852 erhöht. Diese Imker betreuten 5145 Bienenvölker im Kreisverband. Auch diese Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr um 791 Völker erhöht. Die stärksten Ortsvereine im Kreisverband sind der Imkerverein Burglengenfeld-Maxhütte, gefolgt vom Imkerverein Roding und Imkerverein Schwandorf.

 

Trotzdem möchte der Kreisverbandsvorsitzende Ingo Schwieder mit einer eigenen Homepage, Rollups und attraktiven Beiträgen im quartalsmäßig erscheinenden BIV-Mitteilungsblatt noch verstärkt für die Bienen und die Imkerei werben. Mit Michael Fleischmann (IV Schwandorf), Christian Haberl (IV Teublitz), Heinrich Merthan (IV Dietersdorf-Schönsee) und Georg Schwarz (IV Schwandorf) präsentierte der Kreisverbandsvorsitzende vier neue junge Fachwarte und Bienensachverständige, die den Imkerinnen und Imkern im Kreisverband mit Rat und Tat zur Verfügung stehen. Im weiteren Verlauf der Jahreshauptversammlung informierte Schwieder über die Notwendigkeit des kleinen und großen Gesundheitszeugnisses und über das Monitoring der Amerikanischen Faulbrut (AFB).

 

Kreiszuchtwart Hans Kagerer zeigte die Zahlen bei der Königinnenzucht 2016 auf, bei der verbandsweit über 1239 Königinnen gezüchtet werden konnten. Hornissenschutzbeauftragter Hermann Bronold aus Schwarzenfeld berichtete von 32 Beratungen und 41 Umsetzungen von Hornissennestern im zurückliegenden Jahr. 13 gemeldete Imker haben die Voraussetzungen, sich im Bereich des Hornissenschutzes zu betätigen.

 

Aus dem Grenzlandtreffen 2016 in Imst/Tirol informierte der Vorsitzende der Bayerischen Imkervereinigung Fürth e. V. Edmund Hochmuth, bei der Themen wie Varroabekämpfung, Beutenkäfer, Sentinelimker (Wächter über den Befall vom Kleinen Beutenkäfer) usw. angesprochen wurden. Hinsichtlich der Anlieferung von Königinnen an Belegstellen verwies Hochmuth darauf, wegen der Gefahr der AFB den Futterteig nicht mit Honig zu mischen. Das Mittel Oxuvar zur Bekämpfung der Varroamilbe kann auch als Sprühmittel, ähnlich der Milchsäure, eingesetzt werden, informierte Hochmuth. Nicht glücklich zeigte sich der Landesverbandsvorsitzende mit den sich derzeit ändernden Voraussetzungen zu den Fördermitteln für die Imkerei. Trotz der geringen Fördermittel, die an die Imker fließen, erhöht sich der Bürokratieaufwand für die Imker enorm. Dies gilt z. B. auch für die Förderung der Varroabekämpfungsmittel. (sjj)


Zum Treffen der Imkerschaft mit Vertretern des bauernverbandes im StMelf in München am 02.02.2017

Thema der Veranstaltung: "Landnutzung und Imkerei – geht das zusammen?"

Im Nachgang zu der o. g. Tagung will ich euch die Vorträge und Ergebnisse zugänglich machen. Wegen des Umfangs derselben ist eine noch ausführlichere Darbietung nicht sicher zielführend.

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Aktivitäten des StMELF – Greening
Dr. Johann Gröbmaier
Referat Bayerische Agrarpolitik, Sonderaufgaben, Agrarstatistik, Wirtschaftsbeobachtung
04_Bienentagung_StMELF_Greening.pdf
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Molkerei Berchtesgadener Land
2016_01_31_Vortrag_Bienen_Landwirtschaft
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Ackerwildkräuter für Bayerns Kulturlandschaft
Marion Lang, ua.
Tagung der Bienensachverständigen: Landnutzung und Imkerei – geht das zusammen?
02 MarionLang_Ackerwildkräuter.pdf
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Aktivitäten des Bauernverbandes
Alfred Enderle Umweltpräsident im Bayerischen Bauernverband
Enderle-Imker und Landwirtschaft-BBV Akt
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Blühende Energiepflanzen - Bienenschutz und Bioenergie
Tatjana Lunenberg
Tagung der Bienensachverständigen der Imkerverbände in München
P17PLb001_Fachwartetagung_Stmelf_Lunenbe
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FAZIT der Veranstaltung:
Anregung, jeder Imker spricht mit 1-3 Landwirte(n) hinsichtlich bienenfreundlicher Wirtschaftsweise
Hausgartenbesitzer sollen in gleicher Weise angesprochen werden (Obst-/Gartenbauvereine?)
Gemeinden sind noch stärker in die Pflicht zu nehmen (Gemeindetag bitten, hier einen Beitrag des StMELF/LWG zu veröffentlichen)
Vertiefung der Thematik in der Beratung …
Ökologische Landwirtschaft darf nicht außer Acht gelassen werden (gedeckeltes Potenzial; auch hinsichtlich Konkurrenzsituation untereinander, Öko-Modellregionen sollten vernünftige Bienenprojekte vorhalten: Plan für die Zukunft)
Fazit: Kleine Schritte realisieren!


Aus dem jahr 2016


Ein Imkergespräch am  12.12.2016 im StMELF mit Landwirtschaftsminister Brunner.

In diesem Gespräch ging es unter anderem um die neuen Förderrichtlinien im Förderjahr 2017, da der Kauf von Verdunstern zur Applikation von Ameisensäure gefördert wird und nicht mehr die Behandlungsmittel gegen die Varroamilbe selbst. Eine zusätzliche Forderung von uns Kreisvorsitzenden bestand auch darin, die Behandlungsmittel wie gewohnt über den Imkerkreisverband bestellen zu können.

Dazu hat bei dem Gespräch am 12. Dezember Herr Staatsminister Brunner zugesagt, seine für das Arzneimittelrecht und den Verbraucherschutz zuständige Kollegin, Frau Staatsministerin Scharf, zu bitten, die Imkervereine bei der Beschaffung von Arzneimitteln zur Behandlung der Varroose auch künftig zu unterstützen. Dieses Anliegen wurde im zuständigen Verbraucherschutzministerium bereits erkannt und die Bezugsmöglichkeiten erarbeitet.

Desweiteren wurden neue Fördermittel (Rund 200.000 €) für das kommende Jahr 2018 für die bayerischen Imker erteilt und auf die verschiedenen förderfähigen Bereiche aufgeteilt.

(v.r.n.l.) Staatsminister Brunner mit Regierungsdirektorin Dr. Regina Eberhart.


Ingo Schwieder zu Gast bei der ÖDP

 

Am 06.10.16 referierte Ingo Schwieder, Vorsitzender des Imkerkreisverbands Schwandorf zum Thema: "Nutzen der Bienen, deren vielfältige Gefährdung und was man dagegen tun kann."

Herr Schwieder zeigte in seinem Vortrag auf, was sich ändern muss bei der Nutzung und Ausgestaltung von Kulturflächen in der freien Natur und im Siedlungsbereich, sowie bei der Konzeption naturschutzbezogener Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen. Er ging dabei auf die Möglichkeiten ein, wie das Blühangebot für Honig- und Wildbienen und Co. verbessert und dabei auch das Potenzial, von Grünflächen auf bewirtschafteten land- und gartenbaulichen oder privaten Flächen sowie auf kommunaler Ebene, besser genutzt werden kann.

 

(v.l.n.r.) Ingo Schwieder, Imkerkreisvorsitzender der BIV im LK Schwandorf; Alfred Damm, Kreisvorsitzender der ÖDP im LK Schwandorf

Presseauszug


Generationswechsel im Imker-Kreisverband Schwandorf

Neuer 1. Vorsitzender des Schwandorfer Kreisverbands ist Ingo Schwieder.

Die Vorstandschaft des BIV-Kreisverbands mit den neuen Vorsitzenden Ingo Schwieder und Manfred Hausdörfer sowie Gesundheitswart Oswald Hain, Kreiszuchtwart Hans Kagerer und dem 1. Vorsitzenden der Bayerischen Imkervereinigung, Edmund Hochmuth (von links) Fotos: sjj

Nach über 30 Jahren Amtszeit von Hermann Bronold als 1. Vorsitzender des Kreisverbands Schwandorf der Bayerischen Imkervereinigung Fürth e. V. (BIV), wurde nun der Generationswechsel in der Kreisvorstandschaft herbeigeführt. Ingo Schwieder aus Burglengenfeld wurde als Nachfolger von Hermann Bronold einstimmig gewählt. Der bisherige 2. Vorsitzende Johann Ippisch überließ sein Amt dem jüngeren Kollegen Manfred Hausdörfer aus Teublitz.

 

Ingo Schwieder unterstrich in seiner Antrittsrede, dass er sich intensiv mit den Anforderungen einer zeitgemäßen Vereinsführung befassen und die Strukturen im Kreisverband betrachten werde, um neue Möglichkeiten des Managements herauszufinden.

Vertreter von 13 der 16 Ortsvereine waren bei der Generalversammlung im Lehrbienenheim Schwarzenfeld anwesend. Auch der 1. Verbandsvorsitzende der Bayerischen Imkervereinigung Fürth, Edmund Hochmuth, war gekommen, um den Anlauf zur Verjüngung der Kreisvorstandschaft mitzugestalten...

 

MZ vom 01. März 2016

 


Aus den Vorjahren


Die "Durchwachsene Silphie" im Jahr 2013

Die Durchwachsene Silphie wurde im Jahr 2013 als Energiepflanze in Deutschland bislang nur in Thüringen in Versuchsanbauen der TLL systematisch untersucht. Die dort gesammelten vielversprechenden Ergebnisse müssen jedoch noch einige Jahre weiter abgesichert werden. Ein Versuchsanbau der Silphie ist derzeit 2013 auch im hiesigem Stadtgebiet vorhanden, die hier gesammelten Daten werden von Frau Dr. Heidinger von der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Veitshöchheim gesammelt und die Ergebnisse zusammen mit weiteren Versuchanbauten zusammengefasst. Ziel dieses Projekts ist es, den Einfluss der Durchwachsenen Silphie auf Biodiversität und ökosystemare Dienstleistungen im Bezug der Bestäubung durch Honigbienen zu quantifizieren sowie die Trachtverträglichkeit der Silphie unter verschiedenen Standortbedingungen zu untersuchen und vergleichend zu beurteilen. Die Ergebnisse sollen dazu dienen, diese Energiepflanze aus agrarökologischer Sicht zu optimieren, ihre Interaktionen mit Nachbarkulturen zu beschreiben und insgesamt unterstützende Argumente für die breitere Einführung der Durchwachsenen Silphie als Energiepflanze zu liefern.


(v.l.n.r. Fr. Dr. Heidinger, Ich als Betreuer der Bienenvölker, die Landwirte Huber, BIV Vorsitzender Hr. Hochmuth, Schmack Biogas Mitarbeiter Hr. Möslinger sowie Hr. Dr. Harald Freiherr von Canstein, Leiter Biotechnik der E.ON Bioerdgas GmbH)

Ich bei den wöchentlichen Kontrollen und der Datenerfassung, an den LWG-Bienenvölkern, am Versuchfeld der Durchwachsenen Silphie.



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