Meine Bienenzucht

Da ich mich bei der Bienenhaltung, hauptsächlich mit der Zucht der Bienen befasse, hier ein kleiner Einblick in die Zucht von neuen leistungsstarken, sanftmütigen, vitalen und schwarmträgen Königinnen.

Ziel meiner Züchtung ist die Erzeugung möglichst sanftmütiger und leistungsfähiger Bienenvölker. Neben den Leistungsmerkmalen steht bei der Selektion auch die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten, insbesondere die Varroatoleranz im Vordergrund.

Die Leistung von Königinnen werden durch eine sogenannte "Leistungsprüfung" ermittelt, sowie zusätzlich bei der Rasse Carnika die rassetypischen Merkmale der Nachkommen (Arbeiterinnen/Drohnen) bei der Merkmalsbeurteilung festgestellt. Der Begriff "Körung" wird für das Messen unter anderem des Cubitalindex (CI),Hantelindex (HI), uvm. verwendet.

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Kören bedeutet aber auch: Das Auslesen (selektieren) von Bienenvölkern mit einem sehr gutem Zuchtwert. Im Zuchtwert der auch bei der Rasse Buckfast Anwendung findet, wird die genetische Veranlagung für verschieden Leistungsmerkmale gemessen, wie für Honigleistung, Sanftmut, Wabensitz, Schwarmträgheit und Varroatoleranz. Jene Völker werden zur Erzeugung der nächten Generation "gekört". Diese Leistungserfassung ist die eigentliche Körung auf Zuchtwürdigkeit und sie sollte Teil einer jeden Betriebsweise sein.

Nur während weniger Monate im Ablauf des Jahres, wenn sich die Bienensaison ihrem Höhepunkt nähert, ist die Aufzucht von Königinnen und Drohnen sinnvoll und auch erfolgreich.

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Widerstandsfähigere Bienen kann nur eine Zucht hervor-   bringen, die auf Nachhaltigkeit zielt.


Neben der herkömmlichen Zucht findet die instrumentelle oder künstliche Besamung von Königinnen in der Bienenzucht immer mehr Anwendung. Der Trend ist seit Jahren weltweit verstärkt zu beobachten, denn es gibt für eine absolut sichere Paarungskontrolle bisher kein besseres Verfahren.

Ohne genaue Paarungskontrolle sind daher auch keine effektiven Zuchtfortschritte in kurzer Zeit möglich. Darüber hinaus werden interessante Zuchtexperimente ermöglicht, die so bei der normalen Paarung im Freien nicht möglich sind. Nachfolgend eine kleine Bilderserie über den Besamungsvorgang von mir .

Vergleich zwischen natürlich begatteten und instrumentell besamten Königinnen

Zweifellos steht fest, daß bei richtiger Handhabung und weitgehend natürlichem Umfeld bei der künstlichen Besamung wie auch in anderen Bereichen der Tierzucht keine besonderen Nachteile festzustellen sind.

Wenn alles richtig gemacht wird, werden die instrumentell besamten Königinnen den natürlich begatteten Königinnen in nichts nachstehen.


Nachhaltigkeit VS. künstliche Zucht/Besamung

Die Honigbienen sind mittlerweile abhängig von der menschlichen Obhut daher muss das Ziel der Zucht sein, mit einer an die ökologischen Gegebenheiten des Standortes angepassten, allgemein widerstandsfähigen und varroatoleranten Biene zu imkern. Das gelingt uns in den meisten Fällen, jedoch ist unser Problem die regional hohe Bienendichte. Der Einfluss der Drohnen bei einer Standbegattung sollte nicht unterschätzt werden. Um dem etwas entgegen zu wirken und die Streuung der Zuchtmerkmale einer Standbegattung geringer zu halten wird von mir ein kleiner Teil (bis ca. 10%) meiner Königinnen besamt. Die Folge ist daraus: Ich bekomme Stammmütter deren Nachkommen ohne weiteres in der F1, F2, F3 zur Standbegattung aufgestellt werden können ohne das sich die angestrebten Zuchtmerkmale bedeutend verschlechtern. Das macht für mich persönlich einen der Grundsätze einer Nachhaltig orientierten Bienenzucht aus.